Entwicklung einer Artenschutzherberge in Berne

 

 

Was tun mit einem gut erhaltenen Turm, der nicht mehr für den ursprünglichen Zweck benötigt wird, weil sich die Technik geändert hat? Transformator-Türme zum Beispiel sind heutzutage seit der Umstellung von Freilandleitung auf Erdkabel überflüssig. Und Schlauchtürme, die die Feuerwehr früher benutzte, um ihre aus Hanf bestehenden Schläuche nach einem Einsatz zu trocknen, werden oftmals nicht mehr benötigt, seitdem Schläuche aus Kunstfaser gefertigt werden oder weil die Feuerwehr ihre Schläuche in andere Trocknungsanlagen bringt. (Textquelle NABU Dötlingen-Wildeshausen)

 

  

Auch in der Gemeinde Berne im Ortsteil Schlüte an der Kreuzung An den Sielen / Am Schlüterdeich bietet sich in einem Grünlandumfeld solch eine Möglichkeit zur Entwicklung einer Artenschutzherberge. Hier hat der Entwässerungsverband Stedingen bis vor 20 Jahren am Schlüter Tief ein Pumpwerk in einem turmartigen Gebäude betrieben, welches in dieser Art und Weise technisch entbehrlich geworden ist.

 

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Wir vom NABU Stedingen würden gerne dieses in einem sehr guten Zustand befindliche 2-stöckige Gebäude für Aufgaben des lokalen Naturschutzes nutzen und es mit sehr geringen baulichen Anpassungen zu einer Artenschutzherberge ausbauen wollen.

 

Im Inneren der oberen Etage schwebt uns die Einrichtung eines Schleiereulen- und eines Turmfalken-Brutkastens sowie die Einrichtung von Fledermaus-Nist- und Schlafhöhlen vor.

 

Im Außenbereich dagegen unterhalb des Dachüberstandes würden wir Nist- und Unterschlupfangebote für Spatzen, Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalben in diesem Grünlandumfeld anbieten wollen. 

 

Da die Wildtierherberge direkt an einem kanalartigen Gewässer, dem Schlüter Tief, anschließt, wäre auch die Schaffung von Nistangeboten für Eisvogel und evt. Gänsesäger ein sinnvoller naturschutzfachlicher Versuch zur Sicherung des Artenbestandes.